European Natural Soyfoods Manufacturers Association
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ÜBER SOJA

Ein natürliches Produktionsverfahren

Es gibt zwei Verarbeitungswege: Verarbeitung der ganzen Sojabohne oder Verarbeitung von Sojaprotein-Isolaten.

Diese beiden Verarbeitungswege unterscheiden sich im Wesentlichen durch das Ausgangsmaterial und die Verarbeitungsbedingungen. Dadurch entstehen zwei Arten von Sojamilch mit unterschiedlichen Nährstoffzusammensetzungen, insbesondere in Bezug auf den Gehalt an Mikronährstoffen.

Das Ausgangsmaterial für die Produktion von Sojaprotein-Isolaten sind Sojaflocken, die mithilfe eines Lösungsmittels entfettet wurden, bei Sojamilch aus der ganzen Bohne hingegen dienen die Sojasamen-Kotyledonen als Ausgangsbasis.

Das Verfahren zur Produktion von Sojaprotein-Isolaten umfasst mehrere Etappen der Proteinreinigung bei unterschiedlichen pH-Werten, während Sojamilch aus der ganzen Bohne durch traditionelle direkte Wasserextraktion gewonnen wird.

Einige der Phytonährstoffe, die Soja-Oligosaccharide (wie Raffinose und Stachyose), Vitamin E, Phytosterole usw. werden während der Sojaproteinreinigung selektiv entfernt. So werden die Proteine bei Sojaprotein-Isolaten im Verlauf des Reinigungsverfahrens mehr oder weniger von den übrigen Makro- und Mikronährstoffen "isoliert".

Bei Sojamilch, die aus der ganzen Sojabohne produziert wurde, bleiben hingegen nahezu alle natürlich vorhandenen Mikronährstoffe in einem mehr oder weniger unveränderten Verhältnis im Wasserextrakt erhalten.

Die Mitglieder von ENSA wenden ausschließlich ein Produktionsverfahren an, das 100% natürlich ist und es ermöglicht, aus sorgfältig ausgewählten ganzen Sojabohnen (nicht Soja-Isolaten) und ohne die Verwendung von GV-(gentechnisch veränderten) Bohnen und anderem GV-Material milchfreie Produkte herzustellen.

Im natürlichen und traditionellen Verfahren werden Makro- und Mikronährstoffe in einem einzigen Schritt sanft aus den gewässerten Sojabohnen herausgepresst.

Die wichtigsten Schritte dieses Verfahrens sind:

  • Entfernen der Hülsen
  • Einweichen der Sojabohnen-Kotyledonen in Wasser, bis sie weich genug sind, um weiter verarbeitet zu werden
  • Mahlen der eingeweichten Sojabohnen mit frischem Wasser, so dass ein feiner Brei entsteht
  • Entfernen der unlöslichen Bestandteile ("Okara") aus dem Brei, um so das Sojamilch-Basisprodukt zu erhalten
  • Hinzufügen der Zutaten für die jeweiligen Endprodukte
  • Wärmebehandlung der Sojamilch, um eine angemessene Haltbarkeit zu erzielen (UHT-Verfahren)
  • Abfüllung


 
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